Kurze Einleitung
Hier entsteht die Geschichte über ein Kind, das einen sehr schweren Start ins Leben hatte.
Viele Spital Erlebnisse. Gute wie auch schlechte....
Der Wunsch nach einem zweiten Kind
Ich stand morgens auf und spürte ein leichtes ziehen im Unterbauch. Wie jeden morgen war mein erster Gang zur Toilette. Super meine Periode setzte gerade ein.
Mein Mann Johannes und ich hegten den Wunsch nach einem zweiten Kind. Unser erstgeborener Sohn Angelo wurde Ende Januar zwei Jahre jung. Unsers Erachtens also ein guter Zeitpunkt um über ein zweites Kind nachzudenken. Ich zog mich und Angelo an und wartete auf die Tageskinder. Um Acht klingelte es an der Tür und Peter stand mit Alessandra und Marius vor unserer Wohnung. Die kleine Alessandra war noch total verschlafen. Der Abschied von ihrem Papi und ihrem Bruder fiel ihr nicht immer leicht und manchmal weinte sie dann. Ich nahm sie auf den Arm und ging zum grossen Wohnzimmerfenster. „Na? Wollen wir den Beiden noch zu Abschied winken?“ fragte ich sie. Sie nickte. Angelo und Alessandra waren fast gleich jung. Alessandra war ca. zwei Monate jünger. Die beiden verstanden sich sehr gut und spielten friedlich den ganzen Morgen. Um zwölf erschien Tageskind Lars, der vom Kindergarten nach Hause kam. Er hielt seine Nase in die Luft und fragte:“ Hier duftet es aber gut. Hast du wieder etwas gutes gekocht?“ Ich fühlte mich immer sehr geschmeichelt, wenn der kleine Lars mir diese Frage stellte. „Das hoff ich doch“, gab ich zur Antwort. Es gab an diesem Tag Hörndli mit Hackfleisch und Apfelmus, ein typisch schweizerisches Essen. Er ging sich die Hände waschen und kam in die Küche. „Wie war es den heute im Kindergarten?“ „War ganz ok“, meinte er. Da klingelte es auch schon an der Tür und Peter und Marius kamen an. Peter war total verschwitzt, den er kam mit dem Veloanhänger angeradelt. „ Was gibst denn zu esse“, fragte Marius. „Es gibt Hörndli mit Hackfleisch und Apfelmus“, gab ich zurück. „ Iiee Apfelmus so eklig! Das esse ich nicht!“ „Hör mal“, sagte ich, „ wie weißt du denn wie es schmeckt, wenn du noch gar nicht gekostet hast?“ Peter unterstützte mich in der Hinsicht. Marius mochte Apfelmus überhaupt nicht, doch wenn ich Käseküchlein zu Mittag machte, da konnte er schon fünf Stück davon verdrücken. Ich genoss es total wenn wir alle am Tisch sassen und gemeinsam assen. Schön fand ich auch dass Peter anwesend war und mit half. Anschliessend brachte er Alessandra zu Bett. Angelo machte schon lange keinen Mittagsschlaf mehr. Dann trank er noch einen Kaffee und ging dann wieder zur Arbeit. Nach dem Mittagessen, putzten wir alle die Zähne. Dann machten wir immer eine Ruhepause von ca. einer halben Stunde. In der Zeit konnten die Kinder ein Bilderbuch anschauen oder sich ein Bisschen hinlegen. Ich räumte während dessen die Küche auf und bereitete eine Bastelarbeit vor. Wenn dann Alessandra auch wieder wach war und es nicht gerade Bindfäden regnete, gingen wir nach draussen. Anschliessend gab es Zvieri. Nach dem Zvieri durften sich die Kinder das Kinderprogramm auf SF2 anschauen, das eine halbe Stunde dauerte. Nach dem Fernsehen konnten sie noch etwas spielen. Eine halbe Stunde bevor sie abgeholt wurden, räumten wir alle gemeinsam auf. Zum Schluss machten wir dann noch ein Gemeinschaftsspiel. Um 18.00 Uhr wurden Marius und Alessandra wieder abgeholt. Doch die Kinder wollten dann nicht nach Hause gehen. Marius fragte immer ob sie nicht noch ein kleines Bisschen bleiben dürfen. Peter hatte manchmal die grösste Mühe bis er seine Kinder beisammen hatte. Er bedankte sich jedes Mal. Für eine Tagesmutter gibt es kein grösseres Lob, als das die Kinder nicht mehr gehen wollen. Dann hat man seine Arbeit gut gemacht. Später kam Lars Vater und holte ihn ab. Er sass immer noch einen Augenblick bei mir am Tisch. Er hatte den kleinen Lars immer nur mittwochs und jedes zweite Wochenende. Ja, Lars Eltern lebten getrennt. Das war für alle Beteiligten nicht immer ganz einfach. Ich fand es auf jeden Fall rührend wie er seinen Sohn in die Arme schloss und ihn dann fragte wie es ihm geht und wie es im Kindergarten war. Lars und Angelo verstanden sich sehr gut. Ich weiss noch, wie traurig Angelo war als Lars am Montagnachmittag das Haus verliess weil er in den Kindergarten gehen musste und Angelo nicht mit durfte. Ja, ich liebte meine Arbeit als Tagesmutter. Oft sass ich auf dem Sofa und schaute den Kindern beim Spielen zu, beobachtete sie. Ich wünschte mir immer drei bis vier eigene Kinder.
Fortsetzng folgt.......
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